Daheim statt Heim in Westerstede e.V. - Alternative Versorgungssicherheit in unserer Stadt
 
 
Zu Hause bleiben können-
auch wenn man im  Alltag Hilfe braucht... 
 
Die meisten Älteren wollen heute ihre dritte Lebensphase, die zwanzig, dreißig und mehr Jahre umfassen kann, aktiv gestalten.
Sie haben das Bedürfnis, generationen-übergreifend zu kommunizieren und eingebunden zu sein,
                           kurz : mitten drin statt außen vor.
 
Die Realität sieht aber für viele Ältere anders aus.
Und nicht nur für Ältere, sondern auch für unsere jungen Menschen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen einen Assistenzbedarf haben.
 
Es fehlt oft an entsprechender Infrastruktur sozialer Art und mangelnden barrierefreien Wohnmöglichkeiten, insbesondere, wenn sich Pflegebedarf abzeichnet, haben dann die Betroffenen oft keine andere Wahl als in Alten- oder Pflegeheime umzusiedeln.
Ein Entschluss, der im schlimmsten Fall für die Betroffenen nicht einmal von ihnen selbst gefällt wird, sondern von betreuenden Personen, die ihrerseits mit der häuslichen Pflege und Betreuung überfordert sind, weil auch für sie die nötige Unterstützung nicht bereit steht.
Das Miteinander der Generationen ist nicht mehr in dem Maße gewährleistet, wie man es sich wünschen würde, die eigenen Kinder leben oft weit entfernt und am Ende steht Einsamkeit und Isolation, oftmals gleichermaßen für die, die noch zu Hause leben können, und auch die, die in Altenzentren und Pflegeheime übergesiedelt sind.
Selbst bei guter Versorgung in einem Heim ist die Einsamkeit ein oft beklagtes Problem.
Hinzu kommen vermehrt Ängste vor Altersarmut und auch die negativen Altersbilder, mit denen der ältere Mensch im Alltag konfrontiert wird, sind noch nicht überwunden.
Je nach unserem persönlichen Hintergrund stellt das Leben im Alter jeden von uns vor eine Reihe von Problemen, die sich so ohne weiteres oft nicht lösen lassen.
 
Wir möchten Sie einladen, diese Probleme nicht mehr als individuelles Einzelschicksal zu ertragen, sondern in Westerstede als gemeinschaftliche Entwicklungsaufgabe zu formulieren.
 
Unsere Aufgabe sehen wir darin, mit Ihnen gemeinsam innovative und kreative Konzepte zu entwickeln, deren zentraler Pfeiler die Selbstorganisation und das bürgerschaftliche Engagement bilden.
 
Wir wehren uns gegen einen standardisierten Heimbetrieb,  der der Vielfalt der Lebensbedürfnisse und Lebenshaltungen nicht gerecht wird und gegen Orte, an denen man Menschen aufgrund ihres Alters zusammenfasst und von den anderen trennt. Inklusion ist unser Leitbild.
Wir konstatieren, dass Menschen an ihre Wohnungen und ihr Wohnumfeld in besonderer Weise emotional gebunden sind, insbesondere, wenn sie ein Eigenheim erworben haben, was sie nicht selten als sichtbaren Beweis ihrer Lebensleistung  empfinden und für den sie viele Jahre Verzicht geleistet haben.
 
Frauke Fischer
Es gibt Alternativen zur Sonderwelt der Alten-und Pflegeheime.
In einer Vielzahl von Projekten, die bundesweit angeschoben worden sind, zeichnet sich ab, dass bei entsprechenden Investitionen in Infrastruktur für die Meisten auch eine Lösung gefunden werden kann, zu Hause bleiben zu können.
 
Wir sind uns bewußt, dass nicht alle bestehenden Projekte so für unsere Stadt übertragbar sind. Dafür sind unsere Strukturen zu verschieden. Wir haben allein in Westerstede schon die Besonderheit, dass unser Innenstadtbereich ganz anders zu betrachten ist, als unsere Dörfer.
Aber wir sind uns sicher, das, was andere für sich entwickelt haben, wird uns auch gelingen, wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen.
 
Und zum Schluß: Soziale Vorsorge muss gerade in der Gesundheitsstadt Westerstede als gleichgewichtete Säule neben der Gesundheitssorge stehen, weil Gesundheit eben mehr ist als nur die Abwesenheit von Krankheit. Die soziale Balance der Menschen gehört dazu.
 
Dieses Bewusstsein wollen wir schaffen und mit Ihnen gemeinsam die notwendigen Schritte initiieren, die die Vision einer alternativen Versorgungssicherheit in unserer Stadt verwirklichen. Dabei hoffen wir, dass unser Modell auch in den anderen Gemeinden im Landkreis Ammerland zum Umdenken anregt.
Herzlichen Dank, dass Sie uns heute besuchen!
 

 
Martina Steguweit-Behrenbeck
                               Daheim statt Heim Westerstede
Photo: Ursula Kroon 
 
 
 
logo bi daheim statt heim